Innovationsschub für die Sicherheit im Grenzgebiet

MdL Dr. Hopp und Kreisbrandrat Stahl stellen 700.000-Euro-Projekt für mobile Kommunikation und KI-gestützte Einsatzkoordinierung vor

19.03.2026
Schulterschluss für die Sicherheit in der Grenzregion: MdL Dr. Gerhard Hopp (links) und Kreisbrandrat Michael Stahl stellen das gemeinsame Leuchtturmprojekt vor. Mit 700.000 Euro aus den Fraktionsinitiativen wird das mobile Lagezentrum mit KI und Drohnent
Schulterschluss für die Sicherheit in der Grenzregion: MdL Dr. Gerhard Hopp (links) und Kreisbrandrat Michael Stahl stellen das gemeinsame Leuchtturmprojekt vor. Mit 700.000 Euro aus den Fraktionsinitiativen wird das mobile Lagezentrum mit KI und Drohnent

 

In diesen Tagen haben der Landtagsabgeordnete Dr. Gerhard Hopp (CSU) und Kreisbrandrat Michael Stahl ein wegweisendes Projekt vorgestellt, das die Sicherheit im Landkreis Cham und der benachbarten Feuerwehrregion Pilsen nachhaltig stärken wird. Im Mittelpunkt steht die hochmoderne technische Ausstattung eines mobilen Lagezentrums, für das der Chamer Abgeordnete im Zuge der Beratungen für den Doppelhaushalt 2026 Fördermittel in Höhe von 700.000 Euro erfolgreich verhandeln konnte.

 

„Die Sicherheit der Menschen in unserer Grenzregion hat für mich oberste Priorität. Mit dieser Investition heben wir die Zusammenarbeit unserer bayerischen und tschechischen Einsatzkräfte auf ein neues Level“, erklärte MdL Dr. Gerhard Hopp. Er betonte, dass in Krisen- und Katastrophenfällen jede Sekunde zähle und eine reibungslose Kommunikation entscheidend sei. Die nun gesicherten Mittel sind eine Erweiterung der bereits im Vorjahr mit rund 600.000 Euro geförderten Anschaffung des Einsatzcontainers. Kreisbrandrat Michael Stahl, der für sein langjähriges Engagement in der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit bekannt ist, unterstrich die enorme praktische Bedeutung des Vorhabens. „Diese Technologie wird unsere Effizienz bei Großschadenslagen erheblich steigern. Sie ermöglicht uns, Sprachbarrieren zu überwinden und ein gemeinsames, aktuelles Lagebild in Echtzeit zu erstellen“, so Stahl.

Das Projekt besteht aus zwei innovativen Bausteinen. Der erste ist eine autarke, KI-basierte Übersetzungseinheit. Mittels drahtloser Headsets und eines lokalen KI-Servers wird eine automatisierte und direkte Sprachübersetzung zwischen deutschen und tschechischen Einsatzkräften ermöglicht. Da das System ohne Internetzugang funktioniert, ist es auch in Gebieten mit schlechter Netzabdeckung sofort einsatzbereit und gewährleistet maximale Datensicherheit. Der zweite Baustein ist eine hochautomatisierte Flugmanagementsoftware für Drohneneinsätze. Diese erlaubt es den Einsatzleitungen, sich durch Drohnen schnell ein aktuelles Luftbild der Schadenslage zu verschaffen. Eine integrierte Künstliche Intelligenz unterstützt dabei, indem sie beispielsweise automatisch Personen in den Luftbildern erkennt – ein unschätzbarer Vorteil bei Such- und Rettungseinsätzen in unübersichtlichem Gelände. Die von den Drohnen erzeugten Live-Bilder und Videostreams werden direkt in der mobilen Einsatzzentrale zusammengeführt und können allen beteiligten Kräften auf beiden Seiten der Grenze zur Verfügung gestellt werden.

„Dieses Gesamtkonzept ist ein wegweisendes Pilotprojekt. Wir steigern die Effizienz durch den Einsatz von KI- und Drohnentechnologie und optimieren die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zum Wohle der Menschen“, fasste Dr. Hopp zusammen. Die Initiative sei ein weiterer Beleg für den politischen Willen, den ländlichen Raum und insbesondere die Grenzregionen nachhaltig zu stärken. Die Finanzmittel sind Teil der Fraktionsinitiativen der CSU-Fraktion für den Doppelhaushalt 2026. Abschließend bedankte sich Dr. Hopp bei allen ehrenamtlich engagierten Feuerwehrleuten für ihren unverzichtbaren Dienst und betonte, dass das neue mobile Lagezentrum einen echten Mehrwert für die Sicherheit der gesamten Bevölkerung im bayerisch-tschechischen Grenzraum schaffe.