Sicherheit im Fokus – Panel im Vorfeld der Münchner Sicherheitskonferenz mit Chamer Beteiligung

MdL Dr. Gerhard Hopp lädt zu Sicherheitsgipfel mit Waffenbrunner Professorin Prof. Dr. Gerlinde Groitl als Impulsgeberin in den Landtag –

13.02.2026
Die Experten des Panels waren sich einig: Demokratie braucht Wehrhaftigkeit – v.l.: MdL Kerstin Schreyer, Brigadegeneral a.D. Helmut Dotzler, Europapolitiker MdL Dr. Gerhard Hopp, Prof. Dr. Gerlinde Groitl und Christian Forster.
Die Experten des Panels waren sich einig: Demokratie braucht Wehrhaftigkeit – v.l.: MdL Kerstin Schreyer, Brigadegeneral a.D. Helmut Dotzler, Europapolitiker MdL Dr. Gerhard Hopp, Prof. Dr. Gerlinde Groitl und Christian Forster.

 

Wie steht es um die transatlantischen Beziehungen – und welche sicherheitspolitischen Konsequenzen ergeben sich daraus für Europa, Deutschland, Bayern und die Regionen vor Ort? Diese Leitfrage stand im Zentrum eines hochrangig besetzten Sicherheitsgipfels der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, der im Vorfeld der Münchner Sicherheitskonferenz 2026 (MSC) stattfand. Eingeladen hatte der Chamer CSU-Landtagsabgeordnete Dr. Gerhard Hopp in seiner Funktion als Vorsitzender des Arbeitskreises Europa der CSU-Landtagsfraktion. Besonders erfreut zeigte sich Hopp über die Teilnahme der aus Waffenbrunn stammenden und international renommierten Prof. Dr. Gerlinde Groitl, Leiterin des Instituts für Sicherheit und Strategie in München. Neben ihr nahmen Brigadegeneral a. D. Helmut Dotzler und Christian Forstner, Direktor des Brüsseler Büros der Hanns-Seidel-Stiftung, an der Podiumsdiskussion teil, die zudem von Vertreterinnen und Vertretern aus Bundeswehr, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft begleitet wurde. Die Bedeutung der Veranstaltung spiegelte sich auch in der hochkarätigen Gästeliste wider: Unter den Teilnehmern befanden sich der amerikanische Generalkonsul Dr. James Miller, Mitglieder des Consularischen Corps sowie Repräsentanten der Bayerischen Staatsregierung.

 

„Europa muss sicherheitspolitisch erwachsen werden“

In ihrem eindrucksvollen Impuls beleuchtete Prof. Groitl die sicherheitspolitischen Verschiebungen in einer sich rapide wandelnden Weltordnung. Sie zeigte klar auf, wie neue geopolitische Spannungen, technologische Abhängigkeiten und die strategische Neuausrichtung der USA unmittelbare Auswirkungen auf Europa haben. Dr. Hopp, der die Diskussion moderierte, unterstrich die Dringlichkeit: „Die internationale Ordnung verändert sich grundlegend. Sicherheit ist kein Automatismus. Europa muss sicherheitspolitisch erwachsen werden – handlungsfähig, entschlossen und schnell.“ Die Panelteilnehmer waren sich einig, dass das transatlantische Bündnis unverzichtbare Säule der europäischen Sicherheitsarchitektur bleibt und dass Europa gleichzeitig seine eigene Handlungsfähigkeit massiv stärken müsse, um auf Krisen adäquat reagieren zu können.

Forderung nach einer umfassenden europäischen Sicherheitsstrategie

Der Tenor der Diskussion lautete, dass Souveränität nur entstehen kann, wenn Europa selbst handlungsfähig ist. Dies bedeute, eine gemeinsame europäische Sicherheitsstrategie zu entwickeln, die militärischen Fähigkeiten zu stärken, strategische Abhängigkeiten in den Bereichen Energie, Technologie und Verteidigung zu verringern und politische Entscheidungsprozesse deutlich zu beschleunigen. Nur durch eine solche strategische Neuaufstellung könne Europa widerstandsfähig bleiben und seine Interessen weltweit behaupten. Europa brauche industrielle Stärke, strategische Klarheit sowie verlässliche Partnerschaften – so fasste Dr. Hopp die Einschätzungen der Experten zusammen.

Bayerns wirtschaftliche Stärke als sicherheitspolitischer Faktor

Auch wirtschaftliche Aspekte rückten in den Fokus. Kerstin Schreyer, wirtschaftspolitische Sprecherin der CSU-Landtagsfraktion, betonte, dass Sicherheit und eine starke wehrtechnische Industrie in Bayern untrennbar zusammengehörten. Die bayerische Industrie schaffe nicht nur hochwertige Arbeitsplätze, sondern bilde zugleich ein technologisches Rückgrat für die Verteidigungsfähigkeit Europas. Die Verzahnung von Innovation, Industriepolitik und Sicherheit sei entscheidend, um Bayern und Deutschland langfristig resilient aufzustellen.

Fazit: Demokratie braucht Wehrhaftigkeit

Zum Abschluss hob Dr. Hopp hervor, dass Sicherheitspolitik nicht allein auf internationaler Ebene entschieden werde, sondern auch vor Ort erlebbar und erklärbar sein müsse. „Der enge Austausch mit unseren Soldatinnen und Soldaten, den Angehörigen der Blaulichtfamilie und der gesamten Gesellschaft ist wichtiger denn je. Eine starke und wehrhafte Demokratie braucht Verständnis, Rückhalt und gemeinsame Verantwortung.“ Die Diskussion im Landtag machte deutlich: Die kommenden Jahre werden entscheidend sein für Europas Fähigkeit, Freiheit und Frieden zu sichern. Der Sicherheitsgipfel setzte dabei ein klares Zeichen, dass Bayern und die Region Cham aktiv ihren Beitrag leisten wollen.