Auf Einladung von MdL Dr. Gerhard Hopp besuchte BR-Intendantin Dr. Katja Wildermuth in diesen Tagen das Rundfunkmuseum Cham. Am Termin nahmen auch Bürgermeister und Gemeindetagssprecher Michael Multerer, Bürgermeister Martin Stoiber sowie Landratsstellvertreter und Bürgermeister Markus Müller teil. Zahlreiche Vereinsmitglieder und Gäste nutzten ebenfalls die Gelegenheit, mit der Intendantin ins Gespräch zu kommen. Museumsleiter Michael Heller begrüßte Dr. Wildermuth herzlich und betonte: „Es ist eine große Ehre für unser Museum und die vielen Ehrenamtlichen, die hier mit viel Herzblut arbeiten.“
Zu Beginn des Besuchs wurde ein kurzer Film gezeigt, der die außergewöhnliche Vielfalt des Museums präsentierte: Über 4.000 Exponate dokumentieren die Geschichte von Rundfunk, Fernsehen und Funktechnik – von den historischen Anfängen bis in die Gegenwart. Das Rundfunkmuseum Cham ist das größte seiner Art in Deutschland und vermutlich sogar in Europa. Auf 1.800 Quadratmetern Ausstellungsfläche erleben Besucherinnen und Besucher Technikgeschichte hautnah. Ein besonderer Schwerpunkt des Museums liegt auf der Bildungsarbeit: Ein einzigartiger Physik- und Techniklehrpfad, über 100 Mitmachstationen sowie mehrere Labore bieten Schülerinnen und Schülern wie auch Auszubildenden faszinierende Einblicke in Naturwissenschaft und Technik – und stärken nachhaltig das Interesse an den MINT-Fächern.
Im Anschluss an den Film führte Museumsleiter Heller die BR-Intendantin durch die Ausstellung. Dr. Wildermuth zeigte sich sichtlich beeindruckt: „Das Rundfunkmuseum Cham ist ein wahres Juwel in der bayerischen Museumslandschaft. Es braucht sich hinter großen Häusern in den Metropolen nicht zu verstecken. Was hier in ehrenamtlicher Arbeit entstanden ist, verdient höchste Anerkennung.“
Bei der anschließenden Gesprächsrunde erläuterte Museumschef Heller die aktuellen Herausforderungen: „Die größten Sorgen bereiten uns die laufenden Betriebskosten. Trotz enormer Eigenleistung und der starken Unterstützung durch der Stadt Cham sind wir auf zusätzliche öffentliche Förderungen angewiesen.“ Auch eine strategische Partnerschaft mit dem Bayerischen Rundfunk wäre aus Sicht des Museums ein wichtiger und wünschenswerter Zukunftsschritt.
BR-Intendantin Dr. Katja Wildermuth signalisierte hierbei grundsätzliche Bereitschaft, das Museum im Rahmen der Möglichkeiten zu unterstützen. Sie betonte, dass der BR als öffentlich-rechtlicher Sender kulturelles Engagement schätze und wo immer sinnvoll und möglich – etwa durch Berichterstattung – begleiten könne.
MdL Dr. Gerhard Hopp hob die herausragende Bedeutung des Museums hervor: „Das Rundfunkmuseum Cham ist nicht nur ein kulturelles Highlight, sondern auch ein hoch geschätzter außerschulischer Lernort. Es leistet einen unschätzbaren Beitrag zur Nachwuchsförderung in Technik und Handwerk. Dieses Engagement verdient breite Unterstützung.“
Zum Abschluss würdigte Dr. Wildermuth das außergewöhnliche Engagement der Ehrenamtlichen: „Hier wird mit Leidenschaft und Fachwissen bedeutendes Kulturgut bewahrt. Mein großer Dank gilt allen, die sich mit so viel Herzblut für dieses Museum einsetzen. Sie haben heute eine weitere leidenschaftliche Botschafterin für Ihr Haus gewonnen.“
