Bayern bekennt sich zum Sudetendeutschen Tag in Brünn: CSU-Fraktion mit Dringlichkeitsantrag im Landtag

21.05.2026 | CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag

Der Sudetendeutsche Tag in Brünn – 80 Jahre nach Flucht und Vertreibung und erstmals in der Tschechischen Republik – ist ein Ereignis von herausragender historischer Bedeutung. Dieses Zeichen der Verständigung darf nicht von politischen Brandstiftern zerstört werden. Die CSU-Fraktion bringt deshalb einen Dringlichkeitsantrag in den Bayerischen Landtag ein. Es geht um Versöhnung, um die Würde der Erinnerung und um die Zukunft der bayerisch-tschechischen Partnerschaft.

Fraktionsvorsitzender Klaus Holetschek betont:
„Wer Brünn in Frage stellt, greift einen der hoffnungsvollsten Momente der deutsch-tschechischen Verständigung seit Jahrzehnten an. Es sind radikale Kräfte im tschechischen Abgeordnetenhaus, die den Versöhnungsprozess verhindern wollen, während die tschechische Zivilgesellschaft den Sudetendeutschen die Hand reicht. Dass dieser Schritt aus der Mitte der Gesellschaft kommt, auf Einladung von Meeting Brno und unterstützt von der Brünner Oberbürgermeisterin, ist ein Zeichen von Mut und wahrer europäischer Reife. Wir werden nicht zulassen, dass dieses kostbare Signal der Versöhnung klein geredet oder beschädigt wird. Wir sagen Ja zum Sudetendeutschen Tag in Brünn, ohne Wenn und Aber.“

Der europapolitische Sprecher der CSU-Fraktion Gerhard Hopp erklärt:
„Gerade bei historischer Verantwortung und europäischer Zukunft muss das Verbindende stärker sein als das Trennende. Bayern bekennt sich mit aller Entschiedenheit zur bayerisch-tschechischen Partnerschaft und zu einem Europa, das nicht spaltet, sondern verbindet. Bei den Parlamentsbeziehungen wollen wir auch weiterhin Brücken bauen, denn als Europäer müssen wir aus unserer Geschichte lernen und gemeinsam nach vorne blicken.“

Der Sprecher für Vertriebenenpolitik Josef Zellmeier sagt:
„Was in Brünn möglich geworden ist, ist ein historischer Moment. Bayern steht als Schirmherr der Sudetendeutschen zu seiner besonderen Verantwortung. Wer gegen den Sudetendeutschen Tag in Brünn Stimmung macht, spielt mit den Wunden der Geschichte, statt zu ihrer Heilung beizutragen. In einer Zeit wachsender Unsicherheit braucht es Mut zur Verständigung und die Kraft zur Versöhnung. Die Einladung von Meeting Brno ist ein starkes Zeichen für Erinnerung, Aufarbeitung und eine lebendige europäische Zivilgesellschaft.“